Konzertprogramme

Thematische Musikprogramme mit Moderation

Konzertprogramme

Jedem meiner Programme liegt ein bestimmtes durchgängiges Thema zugrunde. Entstanden sind diese Ideen durch die Beschäftigung mit der Musik – intuitiv während des Spiels und systematisch durch Nachforschungen. Insofern spiegeln diese Programme mein persönliches Interesse an den Werken, an ihren Komponisten oder den Lebensumständen einer bestimmten Zeit wider.

Die Überlegung, dass mein Interesse womöglich auch das der Zuhörer sein könnte, führte mich dazu, diese Musikprogramme zusammen zu stellen und mit meinen Moderationen anzureichern. So werde ich Sie mit einer Mixtur aus charakteristischen Musikstücken, fachlichen Erläuterungen sowie eigenen Gedanken und Ideen sprechend und spielend durch den Abend leiten.

Zeitenwende

Skandal! – Der »SACRE« wird schon hundert

Zeitenwende

Vor hundert Jahren löste die Uraufführung von Igor Strawinskis Ballett Le sacre du printemps einen der berühmtesten Musiktheaterskandale des zwanzigsten Jahrhunderts aus; der Bruch mit den bisher geltenden Kunstauffassungen schien hiermit besiegelt. Sein geliebter und bewunderter Lehrer Nikolai Rimski-Korsakow komponierte nur fünfundzwanzig Jahre zuvor die populäre Orchestersuite Scheherazade,mit seinem märchenhaften Sujet noch ganz ein Werk der Romantik. Dieses Programm präsentiert die raffinierten und wirkungsvollen, von den Komponisten selbst erstellten Klavierfassungen dieser grundverschiedenen Werke, die mehr Berührungspunkte aufweisen, als man beim ersten Höreindruck vermuten könnte.

Schubert ohne Ende?

Ein Klavierabend mit Schubert Fragmenten

Schubert ohne Ende

Vollendet schön ist die Unvollendete– doch warum hat Schubert seine Sinfonie eigentlich nicht zu Ende komponiert? Hatte er keine Ideen mehr? Hatte er Skrupel? Oder hat er sein Werk einfach aus den Augen verloren? Wer so fragt, entdeckt bald: Schubert war auch sonst ein Meister des Unfertigen.

SONATE ADIEU!

CHARAKTERSTÜCKE VON CHOPIN, BRAHMS, GRIEG, DEBUSSY UND BARTÓK

Jenseits der Sonate entwickelte sich seit Anfang des neunzehnten Jahrhunderts eine faszinierende Vielfalt kürzerer Charakterstücke. Mit großer Freude und zunehmender Begeisterung stöbere ich nicht selten stundenlang in dem unerschöpflichen Repertoire an originellen Einfällen und persönlichen Bekenntnissen. Dies ist keine Musik für repräsentative Zwecke; vielmehr höre ich intime Zwiegespräche, Momente der Versunkenheit, Träume entfalten sich zu ungeahnten Erlebnissen.

Von der Kunst zu leben...

Schumanns Kampf um Ideale und seine Clara

Von der Kunst zu leben...

Auch wenn Musik vom Himmel kommt – ihre Wurzeln sind recht irdisch. Als Robert Schumann 1838 die „Kinderszenen" und die „Kreisleriana" schrieb, war er unglücklich und innerlich zerrissen, zusätzlich niedergedrückt von den Schmähungen seines Schwiegervaters Friedrich Wieck. Wie sich Schumanns Gemütsverfassung in diesen Werken - nah der Moderne - reflektiert, zeige ich mit meinem Spiel und meinen Erklärungen. Zu erleben ist so der Balanceakt des Komponisten zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Sehnsucht und Humor.

Debussy trifft Brahms

Ein Duoabend mit Flöte und Klavier

Debussy trifft Brahms

Der eine, ein älterer Herr, lebt wohlsituiert in Wien. Der andere, ein junger Mann, fristet sein Dasein bettelarm in Paris. Doch nicht nur äußerlich liegen die Welten von Johannes Brahms und Claude Debussy weit auseinander. Hier vollendet einer meisterlich den klassischen Formenkanon. Dort formt einer eine neue moderne Tonsprache. Doch aus historischer Distanz stellen wir heute verblüfft fest: Es gibt durchaus Ähnlichkeiten zwischen den beiden außergewöhnlichen Komponisten.

GEISTERSTUNDE ZU DRITT

GEISTESBLITZE VON HAYDN, BEETHOVEN UND DVOŘÁK

dvorak3 Was kommt nach dem genialen Einfall? Schaut man beim Komponieren auf die Ökonomie, wird daraus Fluch oder Segen. Der sparsame Beethoven leitet offenbar alle Elemente seines »Geistertrios« voneinander her und liefert damit die in der Klassik so geliebte Einheit von Inhalt und Form. Dvořák geht mit Ideen lieber verschwenderisch um und fügt sie in seinem »Dumky-Trio« zu eindrucksvollen poetischen Bildern und Stimmungen zusammen. So ist des einen Form des anderen Fessel und das Publikum ist bei der Sprengung der Ketten dabei.